Red Bull stößt sich an Edeka aktuell die Hörner ab. Die Hamburger Handelszentrale hat jüngst ihre Kaufleute darüber informiert, “die in der Anlage aufgeführten Artikel des Lieferanten bis auf weiteres nicht mehr zu bestellen”. Aufgeführt sind in besagter Anlage sämtliche Red Bull-Editions wie Wassermelone (25x0,25l), Green-, Sea Blue-, White-Edition (4x0,25l), die Sugarfree-Varianten sowie Red Bull Energy in den Sondergrößen 24x0,473l und 0,355l sowie die Gebindeform 6x0,25l. Gerade die Editions von Red Bull mauserten sich zuletzt zum Wachstumsbringer.
Wie der Begründung für die Teilauslistung zu entnehmen ist, handelt es sich um Verwerfungen, die ihren Ursprung nicht auf dem deutschen Markt haben. In den laufenden Gesprächen mit Red Bull habe man "auf internationaler Ebene" feststellen müssen, “dass unser partnerschaftliches Verhalten trotz intensiver Verhandlungen und weitgehendem Entgegenkommen auf Handelsseite vom Lieferanten kaum erwidert wird, sodass wir für unser bisheriges Entgegenkommen gegenüber dem Lieferanten auch keinen Anlass mehr sehen”.
Die Empfehlung der Edeka-Handelszentrale lautet, auf die Edeka-Eigenmarkenprodukte zurückzugreifen oder das “breite Spektrum an sonstigen Markenprodukten” zu bestellen. Wie lange Deutschlands größter Lebensmittelhändler nur das nötigste Sortiment von Red Bull in ihren Ordersätzen zur Verfügung stellt, ist bislang unklar. Edeka selbst spricht gegenüber INSIDE davon, “in konstruktiven Verhandlungen” mit Red Bull zu sein. Über eine Einigung wird am Ende wohl bei den euopäischen Einkaufsverbünden Epic/Everest entschieden.
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