28 Jahre lang war der GFGH Sagasser (insgesamt 230 Mio Euro Umsatz) für die Logistik für den Würzburger Fachmarkt Getränke Fritze zuständig. Doch das Verhältnis zwischen beiden Familienunternehmen kühlte INSIDERN zufolge in den letzten Jahren ab. Mit dem für Sagasser-Gf und Zahlenmensch Cornelius Sagasser bitteren Resultat, dass Fritze-Inhaber Friedrich Goll den Vertrag zum Jahreswechsel gekündigt hat.
GFGH-Ersatz hat Goll schon gefunden: Getränke Volpert (Umsatzsteigerung auf 26 Mio Euro dank zusätzlicher Belieferung von Göbel-Märkten), seit zwölf Jahren unter dem Dach der Getränke Ziegler-Gruppe, wird ab Januar die Logistik für Fritze stemmen; immerhin 700.000 Kisten p.a. für die sieben Fritze-Outlets. Den neuen Fritze-Markt in Tauberbischofsheim, 35 Kilometer südwestlich von Würzburg, beliefert Volpert bereits seit Anfang des Jahres.
Mit dem Deal wird auch ein früheres Bündnis erneuert: Bevor Sagasser Mitte der 1990er das Steuer übernahm, fuhr Volpert bereits für Fritze. Zusätzlich zur Logistik gehen Sagasser und Fritze auch in der Vermarktung getrennte Wege: Goll begibt sich mit seinen Märkten in die Obhut von Team Beverage. Sein neuer Logistikpartner Thomas Volpert, der selbst 15 Outlets betreibt, hat ihm das im Februar dieses Jahres bereits vorgemacht (INSIDE 944).
Dieser Artikel erschien in INSIDE 965
