Sagasser schlägt Wurzeln in Thüringen

Managt GFGH No. 6: André Tews

Zum 1. April 2025 erweitern Cornelius Sagasser und sein im letzten Jahr von der Neumarkter Lammsbräu losgeeister Finanz-Gf Christian Wesendahl die Fachmarkt- und Großhandelssparte.

Sagassers GFGH-Netz mit bisherigen Standorten in Coburg, Würzburg, Bayreuth, Burgebrach und Forchheim wird um Getränke Koppe im thüringischen Umpferstedt erweitert, das rund acht Kilometer östlich von Weimar liegt. Der GFGH kam mit seinen zehn Mitarbeitern und einem Fuhrpark von fünf Lkw zuletzt auf einen Jahresumsatz von 3,6 Mio Euro.

Der bisherige Geschäftsführer René Koppe bleibt im Unternehmen. Sagassers Vertriebsleiter für Gastro und GFGH André Tews übernimmt die Geschäftsführung. Bislang lieferte Koppe an Kunden im 35-Kilometer-Umkreis. Also im Süden bis nach Pößneck und im Osten bis nach Gera. Mit der Übernahme durch Sagasser dürften die Ambitionen wachsen, ebenso der Lieferradius. In Thüringen ist Sagasser zwar schon beheimatet – vor allem im Fachmarkt-Bereich. Ein GFGH hat dort aber noch gefehlt. 

Zwei Familienbetriebe für den Fachmarkt 

In der Fachmarktsparte kauft Sagasser indessen zwei Familienbetriebe zu: Getränke Geißel im unterfränkischen Volkach und Seidel Drinks in Bad Salzungen, Thüringen, betreibt Sagasser künftig in Eigenregie. Im letzten Jahr wurden mit 102 Outlets in Eigenregie 122 Mio Euro erwirtschaftet. Künftig sind es dann zwei mehr. 

Beide Betriebe besitzen je einen Markt und beschäftigen je unter zehn Mitarbeiter. Die Umsätze werden von INSIDERN je auf rund 1,5 Mio Euro taxiert. Mitarbeitermangel und der hohe Bürokratieaufwand, den Unternehmen mit wenig Outlets verstärkt verspüren, seien der Grund für den Verkauf gewesen sein könnten. 

Gruppe schraubt Umsatz nach oben

Sagasser startet also selbstbewusst ins neue Jahr. Die Zahlen stimmen. Weder intensive Umbauarbeiten in der Führungsebene noch durch die Abwanderungen von Fachmärkten entstandene Logistiklücken (INSIDE 965: “Fritze verlässt Sagasser-Familie“) scheinen dem Unternehmen geschadet zu haben.

Im Gegenteil: Die Sagasser-Gruppe hat im Jahr 2024 den Gesamtumsatz von 228 Mio Euro im Vorjahr auf 238 Mio Euro gesteigert.

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