Der Dosenhersteller Ball Packaging (nach eigenen Angaben aktuell die Nummer 2 auf dem europäischen Markt) dichtet Europa ab. Die Ball-Tochter Rexam darfeine Anteilsmehrheit (80%) über zwei Tochtergesellschaften der Benepack Ltd in Hongkong übernehmen. Das Bundeskartellamt hat den Deal, über den INSIDE bereits im September berichtete, heute abgesegnet.
Parallel zum Verkauf der Werke in Saudi-Arabien an den chinesischen Joint-Venture Partner ORG Technology (der 2018 Balls China-Geschäft übernahm) hatte Ball die Finger nach zwei europäischen Werken ausgestreckt. Benepack, eine Tochter des chinesischen Staatskonzerns Cofco Packaging, hatte 2020 in Genk (Belgien) und 2024 in Makó (Ungarn) zwei Dosenwerke mit Kapazitäten von zwei bzw. eine Milliarden Dosen pro Jahr hochgezogen; in enger Abstimmung mit den Hauptkunden Coca-Cola und AB Inbev.
In Deutschland betreibt Ball derzeit ein Dosenwerk in Gelsenkirchen und plant (für Großkunde Red Bull) die Errichtung eines Werks in Brandenburg. Von Seiten des Kartellamtes heißt es, in dem “betroffenen Marktraum” verfügte “insbesondere die in Luxemburg ansässige Ardagh Group über mehrere Standorte für die Herstellung von Aluminiumgetränkedosen. (…) Darüber hinaus stehen den Abnehmern im betroffenen Marktraum mehrere Standorte weiterer konkurrierender Anbieter wie Canpack und Crown als Ausweichalternative zur Verfügung.”
