Halbjahr 1/2024: Erdinger

10. Erdinger: + 10.000 hl; +1,5 %
 

Im ersten Halbjahr war der Erdinger Weißbräu in der Spur. Zumindest bis Ende Mai. Der Juni ergab ein hohes - immerhin noch einstelliges - Minus. Die neuformierte Geschäftsführung mit CEO Dr. Stefan Kreisz, Finanz-Gf Dr. Stefan Huckemann und dem neuen Marketing- und Vertriebs-Gf Wolfgang Kuffner (INSIDE 954) ist voller Tatendrang. Was aus Sicht von Beobachtern auch erforderlich ist. Zwar haben sich die Absätze zuletzt stabilisiert, die Kosten aber drücken kräftig. Für etwaige Preiserhöhungspläne könnte der bis Jahresende an Bord bleibende Kuffner-Vorgänger Josef Westermeier noch zur Seite stehen, doch die Luft im Weißbiermarkt ist dünn. Im Normalpreis durchbricht der Kasten Erdinger schon jetzt gelegentlich die 20 Euro-Mauer.

Wachstum, da geben sich die Oberbayern wenig Illusionen hin, ist im Inland mittelfristig für Weißbier kaum möglich. Es gilt, die hohen Distributionswerte aus der Gastronomie, (konstant 70% der Gastro-Objekte bieten Weizenbier an – s.S.13) eines Tages endlich auch in den Heimkonsum zu tragen. Für Brauhaus Hell und Radler dürfte es bis auf weiteres noch einfacher sein, Volumen zu holen.

Artikel aus INSIDE 955

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