Die Getränkegruppe Hassia bewegt sich nach Umstrukturierungen und striktem Kostenkurs 2024 wieder auf erfreulicheren Ertragspfaden bei flachen Absätzen. Insgesamt liegt die Gruppe knapp unter Vorjahr. Die Preiserhöhungen vom März/April 2023, zeigten 2024 bezogen auf das Gesamtjahr Wirkung. Die A-Marken der Gruppe sollen durchweg gewachsen sein. Vita-Cola und Bizzl bekamen durch die neu eingeführte Dose, die bislang fremd abgefüllt wird, einen Schub. Die B-Marken verloren vor allem durch den Verkauf des Standorts Calden (Wilhelmsthaler) an den Großkunden Edeka.
Unter den A-Marken hat einmal mehr Bionade „den Vogel abgeschossen“ mit einem Plus von 8 %, schätzen INSIDER. Sowohl die Eistee-Variante wie auch Naturtrüb liefen gut .Gleichwohl gibt es jede Menge neue Köpfe bei Bionade. 2024 wurde Raijko Zimny durch seinen Gesamtvertriebsleiter Mario Soder ersetzt. Für Soder ist gerade der 50-jährige Andreas Stein nach 17 Jahren zurück zu Hassia gekommen. Bionade ist das (teure)Zugpferd. Hier sieht Hassia-Chef und -inhaber Dirk Hinkel weiterhin noch „Luft nach oben“.
Für mehr Schwung beim Saft soll eine weitere Rückkehrerin sorgen, Eva-Maria Scheubeck, die gerade zur neuen Marketingleiterin Keltereien, also für die Saftmarken Rapp‘s, Kumpf und Alter Hochstädter, gekürt wurde. Scheubeck begann 2018 in Bad Vilbel, arbeitete 2021 auch mal für Bionade, verließ die Firma danach in Richtung Pfaffenhofen, zum Babykosthersteller Hipp und bekommt nun eine anspruchsvolle Aufgabe bei Hassias Saftgeschäft.
Hassia arbeitet weiter daran, effizienter zu werden. Derzeit wird der Standort für das Rapps-Saftgeschäft von Karben nach Bad Vilbel verlagert. Weitere größere Maßnahmen stehen derzeit nicht an. Zahlreiche Berater geben sich in Bad Vilbel die Klinke in die Hand. Bei der Technik hatte der berühmt/berüchtigte Egon Heckmann, früher u.a. bei Nestlé Waters, ein Mandat. Vieles sollte und musste nach Verlusten neu geordnet werden. Die Komplexität der Hassia Gruppe mit ihren vielen Einzelgesellschaften ist hoch. Die Hessen hatten etliche Brunnen gekauft, den Markt mit konsolidiert, zuletzt 2021 den Konkurrenten Wüllner. Da war eine Neujustierung überfällig.
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