Im Kühlschrank: Fritz-Kola in der Dose

Yes they can! Kulturbruch oder pragmatischer Kniefall vor der Realität? Fritz-Kola, die selbsternannten Glas-Mehrweg-Missionare, packen ihre braune Brause in – Achtung – Alu-Dosen (von der Ardagh-Beteiligung Nomoq, abgefüllt laut Fritz in Bamberg). 

Offiziell heißt es: „Ein konsequenter Schritt in Zeiten eines kränkelnden Glasmehrwegsystems.“ Klingt fast wie ein Manifest. Inoffiziell könnte man sagen: Die Dose ist der neue Hoffnungsträger, wenn die Glasflaschen nicht mehr so schnell im Regal drehen.

INSIDER munkeln: Die Absätze schwächeln. Ein in der Branche kolportiertes zweistelliges Minus wird von Fritz eisern dementiert. Wie auch immer: Die Dose soll Volumen bringen. Dabei war Gründer Mirco Wiegert bislang der Hohepriester des Mehrwegs. 

Erst im Mai trommelte er für höhere Pfandpreise, mit Studien und allem Drum und Dran. Die Massen sollten (mal wieder) mobilisiert werden – hat nicht geklappt. Und jetzt? Jetzt wird die Dose zum Rettungsring. Fünf Sorten sollen es sein. Alles im schlanken 0,33er Blech. Zunächst Pilotphase: vier Wochen, Hamburg only. 

Wir haben Connections in die Hansestadt und stellen uns ein paar Dosen in den Kühlschrank und danach – VERSPROCHEN – neben den Mülleimer. Denn Pfand gehört daneben. Jetzt erst recht.

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