Was ist nur aus unserer Branche geworden? Hatten wir früher zwischen Weißwürscht und Leberkasbrät vor allem Bier und Schnaps im Kühlschrank, so finden wir jetzt hauptsächlich aromatisierte Wasser vor. So hat uns jetzt, zwölf Jahre nach der Hopster-Limonade von Kondrauer, ein Hopfenwasser erreicht, das zumindest minimal den würzigen Geschmack der grünen Dolden auf unsere Zungen zaubert.
Hop Soda heißt das zuckerfreie Gemisch aus Brauwasser und flüssigem Hopfen. Hinter der neuen Marke steckt Christian Klemenz mit der (inzwischen ungeliebten) Warsteiner-Beteiligung Bierothek. Mischen und abfüllen (in 0,44 Liter Dosen, bedruckt von Nomoq) lässt Klemenz sein Hopfenwässerchen bei der Brauerei Rittmayer in Hallerndorf. Das Hopfenaroma (Liquid Hops) stammt von BarthHaas.
Wir sind uns noch nicht sicher, ob der Hopfen ohne Malz und Hefe im Wasser überzeugt. Wissenschaftlich beschlagen, wie wir nun mal sind, überprüfen wir das mit einem A/B-Test. Dazu nehmen wir einen kräftigen Schluck vom übrig gebliebenen Wiesnbier und spülen anschließend mit Hop Soda nach. Das Ergebnis stecken wir dann unserem Getränkelieferanten.

