Kostendruck bei Flaschenpost

Die Oetker-Tochter Flaschenpost schließt ihr Lager im Düsseldorfer Hafen. Begründet wird der Schritt mit einer schlechten Verkehrsanbindung und anderen strukturellen Problemen. Die Gewerkschaft NGG zeigte sich von dem Schritt überrascht. Rund 200 Arbeitnehmer verlieren vor Ort ihren Job. Ende 2020 hatte die Oetker-Gruppe 800 Millionen Euro in den Kauf des Online-Heimdienst-Anbieters gesteckt. Die deutsche Start-up-Szene juchzte vor Begeisterung. Wenig später wurde die hauseigene Copy-Cat Durstexpress eingestellt und auf Flaschenpost umlackiert. 

Die Oetker-Gruppe erzielte 2023 insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von über 6,9 Mrd Euro, ein Plus von 6,3% gegenüber Vorjahr. Der in Deutschland erzielte Umsatz der Oetker-Gruppe erhöhte sich um 7,1% auf 3,9 Mrd Euro. Laut Geschäftsbericht 2023 war „Wachstumstreiber (...) wiederum das Unternehmen flaschenpost, das sich erfolgreich vom Getränkesofortlieferanten zum Online-Supermarkt transformierte und im Berichtsjahr den durchschnittlichen Bestellwert weiter steigern konnte.“ 

Share this article: