Deutschlands „Mr. Pipi“ Mile Kampic übergibt den Vertrieb der kroatischen Limo stückweise in die Hände einer Hamburger Distributionsfirma. Er selbst kommt bei Geins im Süden unter. Das Pipi-Ruder ganz aus der Hand geben möchte er trotzdem nicht.
Zwei Jahre lang war der deutsche Vertrieb der kroatischen Kultlimo Pipi eine One-Man-Show. Geschäftsführender Gesellschafter der deutschen Pipi Beverages GmbH bleibt Mile Kampic zwar auch jetzt noch. Den Vertrieb der Marke in Dose (0,33 l) und PET (0,5 l) im LEH (das Volumen liegt derzeit bei rund 1.000 hl) will er allerdings auslagern an den Großhändler und Streckenlieferanten Dovgan, Hamburg, der sich auf osteuropäische Spezialitäten im Getränke- und Foodbereich spezialisiert hat. Der soll Pipi fortan in die Kanäle Lebensmitteldiscount, Convenience, C&C, GAM, Drogeriemarkt und Ethnomarkt tröpfeln lassen.
Der Gastro-Vertrieb indessen bleibt unter der Obhut von Kampic. Dort werkelt er derzeit an der Verkehrsfähigkeit von Pipi in der Glas/MW-Kiste. Ziel des Distributionsvertrages mit Dovganist es, das Pipi-Volumen auf 10.000 hl hochzudrücken. Pipi-Inhaber Diel Zadro glaubt an ein großes Potenzial für die Kroatien-Limo in Deutschland.
Ausfahrt Geins
Kampic ist seit März 2023 geschäftsführender Gesellschafter der Pipi Beverages GmbH. Davor war er acht Jahre als nationaler Verkaufsleiter Gastro unter anderem das Fentimans-Gesicht bei der Moreno Vertriebsgesellschaft. Noch zuvor hatte Kampic für Christopher Arp (damals noch Drinks & More) u.a. Arizona Eistee aufgebaut. Seine nächste Station ist nun der bayerische GFGH Getränke Geins, wo er zunächst mit Pipi zweigleisig und in Teilzeit fährt.
Bei Geins soll Kampic den Vertrieb am Standort Nürnberg anschieben. Dort hatte Rainer Geins 2016 den damals 5,5 Mio Euro Umsatz großen Gastro-GFGH sit(t) Getränke gekauft. Standortleiter ist heute Thomas Porsch, der in Nürnberg ein Team aus knapp 30 Mitarbeitern unter sich hat. Einer ist im Juni dazugekommen: GVL Devran Denzi, zuvor bei Metro unter Vertrag. Nürnberg wächst. INSIDERN zufolge plant Geins 2026 dort einen zweiten Lager- und Logistik-Standort.

