Dreistelliger Millionenumsatz auf Wanderschaft – Start schon in diesem Jahr – Worst Case für Trinks Süd.
Nun ist es offiziell. Der süddeutsche Fachmarkt-Filialist Orterer wechselt den Mehrweglieferanten. Im wichtigsten Markt Oberbayern, Niederbayern und Schwaben, wo die Orterer-Gruppe einen Großteil ihrer insgesamt 170 Outlets (Orterer und Sobi) betreibt, schließt der insgesamt gut 400 Mio Euro Umsatz große GAM-Gigant einen Bund mit Getränke Geins. Bärbel und Wolfgang Geins und Walter Orterer, aber auch die Söhne Rainer Geins und Florian Orterer teilen gemeinsame Werte. Eine zu große Abhängigkeit von anderen ist nicht erwünscht. Es geht um eine Absicherung von Logistik und Umsatz. Beide betonen die Langfristigkeit der Vereinbarung. Der Aufteilung des Streckengeschäfts zwischen Trinks (Rewe) und der von Edeka und Kaufland präferierten DGL (Radeberger/Veltins) setzen die Bayern eine kreative Lösung entgegen.
Für Orterers übrige Logistiker Getränke Ziegler (Fränky) und Winkels (Benz, Streb) solle es keine Veränderungen geben. Und auch die überwiegend in Sachsen beheimatete Bilgro-Fachmarktschiene von Geins ist nicht Teil des Deals.
Für den jetzigen Lieferanten in Südbayern ist die Botschaft wie beschrieben brutal (INSIDE 966 Trinks: Hänger im Süden“). Nach der Edeka Südbayern, die im Laufe des Jahres 2025 auf eigene Logistik umstellt, ist die Orterer Gruppe mit einem Nettoumsatz von deutlich über 100 Mio Euro der zweitwichtigste Kunde von Trinks Süd. Der Wechsel beginnt schon in diesem Jahr. Geins will zunächst aus den bestehenden Lägern München (Ex-Reger) und Teising fahren. Vermutlich kommt ein weiterer Standort hinzu.
Artikel aus INSIDE 967

