Neue Details zum Bayreuther Brauhaus

Matthias Pohl (Vertrieb Steinecker Central Europe), Dr. Marcus Michel (Geschäftsführer Steinecker GmbH), Jeff Maisel (Inhaber und Geschäftsführer der Brauerei Gebr. Maisel), Marc Göbel (Geschäftsführung Braubetrieb Maisel), Thomas Ricker (Vertriebsvorstand Krones AG), Frank Forster (Vertrieb Ost- und Süddeutschland und Österreich Krones AG).

Im Bayreuther Ortsteil Oberobsang laufen seit März die Bauarbeiten für Jeff Maisels einzigartiges Greenfield-Projekt. Wie von INSIDE berichtet, soll dort bis Ende 2026 eine der modernsten Brauereien Europas entstehen, die ausschließlich Bayreuther Hell herstellt. Kostenpunkt: 90 Mio Euro.

Bürgerinitiative gibt auf

Eine Bürgerinitiative, die gegen den Bau auf die Barrikaden gegangen ist, hat nun mehr oder weniger aufgegeben. Unlängst hatte das Verwaltungsgericht Bayreuth die Klage abgewiesen. 

Die Initiative teilt mit: “Nach gründlicher Abwägung der Chancen und Risiken, die mit einer Fortsetzung eines langen Klageweges gegen die Ansiedlung der Industriebrauerei verbunden sind, haben sich Initiatoren und Kläger aus den Reihen der Initiative Oberobsang nun entschieden, von einer Fortsetzung der juristischen Auseinandersetzung in der Sache der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung abzusehen.” Die Anwohner würden die Bauarbeiten und die Einhaltung der Umweltvorgaben jedoch weiterhin kritisch beobachten.

Krones legt los

Ungeachtet des juristischen Gerangels hat Bräu Maisel gemeinsam mit Krones-Vertriebsvorstand Thomas Ricker den Vertrag für die neue Braustätte unterzeichnet. Der Neutraublinger Anlagenbauer Krones ist für Planung und Realisierung der auf 500.000 hl ausgelegten Brauerei (theoretisch ausbaufähig bis 1 Mio hl) verantwortlich. Die Tochtergesellschaft Steinecker für Sudhaus, Gär- und Lagerkeller sowie alle notwendigen Versorgungsanlagen.

Bei der Mehrweg-Glasanlage, die 40.000 Flaschen/Stunde abfüllt, setzt Krones auf die gleichen Maschinen, die bereits im 1,5 Kilometer entfernt gelegenen Maisel's Brauhaus im Einsatz sind. Jeff Maisel sieht darin den Vorteil, seine Mitarbeiter an beiden Standorten flexibel einsetzen zu können. 

Ende 2026 sollen erste Flaschen vom Band gehen

Das Herzstück der neuen Brauerei ist ein innovatives Energiekonzept mit Photovoltaikanlage und Holzhackschnitzelanlage. Zwei Heizkreise, ein Hochdruckheißwassersystem und ein Niederdruckheißwassersystem sorgen für effiziente Energieversorgung. Technologien wie das “Equitherm System” nutzen die beim Brauprozess entstehende Wärme weiter.

Maisel setze mit dieser hochmordernen Brauerei “neue Maßstäbe in Sachen Effizienz und Nachhaltigkeit”, ist sich Krones-Vertriebsvorstand Ricker sicher. Noch Ende des Jahres sollen die ersten Anlagen für das Sudhaus geliefert werden. Die Abfülltechnik folgt Mitte 2026, bevor Ende des Jahres die ersten Flaschen Bayreuther Hell vom Band gehen. 

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