Oetker-Brüder durstig

Die zur Geschwister Oetker Holding – seit kurzem nur noch in Besitz der Brüder Alfred und Ferdinand Oetker – bleibt beim Schaumwein durstig und stockt die bislang 49,5%-ige Beteiligung an der portugiesischen Vinicom (Lavradolres de Feitora, Quinta do Vale Meāo, Quinta de Sto António, Howard‘s Folly, Blackett Porto Wines u.a.) auf 100% auf. Die Stärkung des Schaumweins tut Not. In Spanien läuft es mit dem Cava angesichts der klimabedingten Probleme in der Region Penedes weniger gut. 

Das Risiko teilen sich nun die operativ durchaus sehr agilen Brüder – die auch zur Prowein in Düsseldorf am Henkell Freixenet-Stand präsent waren. Ihre Schwester Julia ist raus bei der Geschwister Oetker Holding, die sich 2021 von den fünf älteren Halbgeschwistern, denen Oetker, Radeberger, Flaschenpost gehört, losgesagt haben. Anfangs war Julia noch bei einzelnen Gesellschaften eingetragen. Da sie nicht operativ tätig war, musste sie sich regelmässig bei Geselslchaftertreffen informieren lassen. Das fällt jetzt weg. 

Für das Firmenkonglomerat bleibt alles wie gehabt Eine weitere Realteilung soll es nicht geben. Alle Firmen – neben Henkell Freixenet die Martin-Braun-Gruppe und Budenheim Spezialchemie – bleiben bei der Holding (Umsatz 2,5 Mrd Euro), die nun Alfred und Ferdinand Oetker gehört. Das Angebot an die Schwester soll so gewesen sein, dass die Trennung friedlich verlaufen sei, behaupten INSIDER.

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