Refresco hat im Geschäftsjahr 2025 sowohl Absatz als auch Umsatz gesteigert. Das Unternehmen erreichte laut Annual Report 2025 ein Absatzvolumen von 14,007 Mrd. Litern, nach 13,830 Mrd. Litern im Vorjahr (+1,3%). Der Umsatz stieg auf 6.137 Mio Euro (+2,4%).
Die Volumenentwicklung wurde hauptsächlich durch höhere Mengen im Handelsmarkengeschäft sowie durch Zukäufe in mehreren europäischen Märkten beeinflusst. Der Bruttogewinn belief sich auf 826 Mio Euro (+14,7%), das bereinigte EBITDA erreichte 832 Mio Euro. Das operative Ergebnis lag bei 227 Mio Euro.
Trotz verbesserter Kennzahlen schloss Refresco das Jahr erneut mit einem Nettoverlust (25 Mio Euro) ab. Die Nettofinanzverschuldung wurde im Jahresverlauf auf 3.686 Mio Euro reduziert.
Energy und Sportgetränke 15% des Volumens
Die Absatzstruktur des Konzerns zeigt ein Verhältnis von 65 % Handelsmarke zu 35 % GNE Brands (Global, National, Emerging). Bei den Produktkategorien dominieren mit jeweils 26% sowohl CSD als auch Wasser. Energy‑ und Sportgetränke machen 15% des Volumens aus, Säfte 12%.
Verpackungsseitig führt PET mit 38%, gefolgt von Aseptic PET/Hotfill und Dose mit jeweils 24%, während Kartonverpackungen 11% ausmachen. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 244 Mio Euro, die liquiden Mittel lagen am Jahresende bei 175 Mio Euro. Weltweit beschäftigte Refresco im Durchschnitt 14.473 Mitarbeiter.
Deutschland bleibt zentraler Produktionsstandort
Deutschland bleibt innerhalb des europäischen Netzwerks ein zentraler Produktionsstandort. Die Werke verteilen sich auf Aumühle, Bruchsal, Calvörde, Erftstadt, Grüneberg, Grünsfeld, Herrath, Lehnin, Löhne und Trappenkamp. An diesen zehn Standorten hat Refresco Deutschland laut INSIDE-Mineralbrunnen-Hitliste 2025 einen Absatz von rund 2,4 Mrd. Liter erzielt.
Innerhalb des europäischen Segments, das 2025 einen Umsatz von 3.748 Mio Euro erzielte, entfällt ein wesentlicher Teil der Produktion auf den deutschen Markt. Die Struktur gliedert sich in 2.759 Mio Euro Umsatz im Handelsmarkenbereich und 989 Mio Euro bei GNE Brands.
Technologisch wurde Deutschland weiter aufgerüstet: Am Standort Bruchsal setzte Refresco erstmals weltweit die Sidel‑Laser‑Oven‑Technologie ein, die eine effizientere Herstellung von PET‑Flaschen ermöglichen soll. In Calvörde betreibt das Unternehmen ein vollautomatisiertes Hochregallager mit 42 Gängen, 800 Metern Fördertechnik und einer maximalen Durchsatzleistung von 400 Paletten pro Stunde.
Partnerschaft mit Coca-Cola läuft weiter
Deutschland ist besonders stark von volatilen Rohstoff- und Energiekosten betroffen, darunter PET‑Granulat, Dosenmaterialien, Zucker und Saftkonzentrate. Die Weitergabe dieser Kosten an Kunden gelingt im Handelsmarkengeschäft weitgehend, während bei GNE Brands überwiegend mit Tolling‑Modellen (Refresco übernimmt ausschließlich die Dienstleistung der Abfüllung, der Kunde stellt Rohwaren bereit) gearbeitet wird.
Die deutschen Pensionsverpflichtungen beliefen sich 2025 auf 33 Mio Euro, das zugehörige Planvermögen auf 12 Mio Euro. Zudem bestehen langfristige vertragliche Bindungen, darunter die Nutzung der Bismarck‑Quelle, die mit 17 Mio Euro in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wird. Die Partnerschaft mit Coca‑Cola wurde 2025 neu strukturiert und läuft bis 2031 weiter.
