Jetzt wird die katastrophale Rhabarberernte aufgrund widriger Witterungsbedingungen im Frühjahr (INSIDE 952) deutlich sichtbar. Niehoffs Vaihinger-Gf Carsten Schemmer informiert in einem Schreiben an seine Kunden, dass „unsere Lieferanten keine Rohware mehr zur Verfügung stellen“ können. Auch Fritz-Kola muss die Produktion der Fritz-Spritz-Rhabarberschorle drosseln. Noch sei man zwar lieferfähig, in den kommenden Wochen und Monaten rechnen die Hamburger, so heißt es in einem Statement, „allerdings mit zunehmenden Einschränkungen in der Produktion, die zu Out-of-Stock-Situationen sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel führen können“.
INSIDER wissen, dass Fritz-Kola seinen Rhabarber unter anderem von Voelkel bezieht. Beim Biosafter ist zwar die begehrte Rohware noch vorrätig, aber statt der benötigten 4.000 t/Jahr bekommt Voelkel wohl insgesamt nur 1.200 t. Wohlwissend um die Situation hat Voelkel all seine Rhabarber-Aktionen bereits im ersten Quartal abgefeiert und hält sich nun zurück. Die junge Bitburger Vertriebseinheit Taste Traders wiederum bezieht ihre Rhabarber-Schørl exklusiv von Dietz. Der Fruchtsafter hat zu Jahresbeginn offenbar strategisch gut eingekauft und kann die Taste Traders so versorgen, dass die Rhabarber-Schorle weiterhin vollumfänglich lieferbar ist.
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