Spessart Brauerei in Schieflage

Die in Kreuzwertheim beheimatete und rund 35.000 hl große Spessart Brauerei ist in Schieflage geraten. Am heutigen Mittwoch (23.07.) hat Geschäftsführer Oliver Heitjans am Amtsgericht Würzburg den Antrag auf “Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das eigene Vermögen” gestellt. Der Würzburger Rechtsanwalt Stefan Herrmann ist zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden.

Aus fränkischen INSIDER-Kreisen heißt es, die Brauerei habe zuletzt mit mehreren technischen Problemen zu kämpfen gehabt. So habe Ende vergangenen Jahres ein defekter Dampfkessel für mehrere Wochen Stillstand gesorgt. Nun kam es offenbar noch schlimmer: Das Sudhaus soll ein Leck aufweisen und muss dringend saniert werden. Noch könne zwar gebraut werden, doch zeitnah werde das Sudhaus ausfallen. Bestehende Pensionszusagen sowie mögliche Rückforderungen von Coronahilfen tun ihr Übriges.

Weil die Hausbank wohl kein Geld zur Fianzierung notwendiger Maßnahmen zur Verfügung stellt, ist nun ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt worden. Dem Vernehmen nach will Inhaber Christian Meier zunächst trotzdem so gut es geht den Betrieb aufrechterhalten. Sollte sich jedoch keine zeitnahe Lösung auftun, könnte es das Aus für die Spessart Brauerei in ihrer jetzigen Form bedeuten.

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