Der Verband der deutschen Fruchtsaft-IndustrieVdF prognostiziert für das Jahr 2025 eine Streuobsternte von rund 450.000 Tonnen. Das ist ein nach eigenen Angaben überraschend gutes Ergebnis für ein ungerades Jahr, in dem statistisch betrachtet geringere Erträge erwartet werden. Besonders im Hauptanbaugebiet Baden-Württemberg, das für 50% der deutschen Streuobstmenge steht, zeigen sich regionale Unterschiede: Während die Ernteaussichten am Albtrauf positiv sind, bleiben sie in Oberschwaben unterdurchschnittlich.
Trotz der erfreulichen Prognose bleibt die langfristige Entwicklung herausfordernd. Trockenheit und Überalterung der Bäume haben das Ertragspotenzial in den letzten Jahren deutlich reduziert. Im Vergleich: 2018 wurden noch über 1 Mio Tonnen prognostiziert.
Ernteschätzung mit bewährter Methodik
Die Prognose basiert auf der sogenannten Behangdichtenschätzung, die der VdF seit 30 Jahren durchführt. Entwickelt am Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee, erfasst diese Methode mithilfe eines Spezialfernrohrs („Gucki“) den Fruchtbehang an fünf definierten Baumabschnitten. 45 ehrenamtliche Schätzer führen diese Erhebung bundesweit durch. Die so gewonnenen Daten ermöglichen eine belastbare Hochrechnung der erwarteten Erntemenge.

