Die Semper Idem Underberg kommt aus dem Umsatzminus nicht heraus. Nachdem im abgelaufenen Geschäftsjahr der Umsatz um 5,1% auf 134,8 Mio Euro gesunken war, lief es auch im ersten Halbjahr des neuen Geschäftsjahres (1. April bis 30. September) nicht rund. Dort steht ein Minus von 6% auf 65,8 Mio Euro in den Büchern. Die negative Entwicklung führen die Rheinberger auf den negativen Spirituosenmarkt im Allgemeinen zurück, der aufgelaufen per Ende September bei -6,3% liegt.
Außerdem hätten auch die Vertriebsmarken Federn gelassen. Nun hofft der Vorstand auf einen Umsatz auf Vorjahreshöhe. Dazu sollen neue Vertriebsmarken beitragen (Gancia Schaumwein und The Standard 1994, früher Russian Standard, die Marke des russischen Milliardärs Rustam Tariko).
Die eigenen wichtigen Marken der Rheinberger Underberg und Asbach indessen dürften sich dem negativen Markttrend nicht entzogen haben. Stattdessen war es die Preiseinstiegsmarke St. Hubertus, die mit Sorten wie Lakritz oder Saurer Pfirsich ein noch größerers Minus verhindert hat.
