Warsteiner spart Top-Manager ein

Räumt sein Feld: Oliver Jaensch

Sein Aufgabenfeld wächst: Adriano Leo

In Warstein ziehen bereits kurz vor Herbstanfang Wolken auf. Wie die Haus Cramer Gruppe am heutigen Freitag bekannt gibt, verlässt der langjährige Exportchef Oliver Jaensch, der Ende 2008 von Adelholzener zu Warsteiner gewechselt war, “auf eigenen Wunsch und im besten gegenseitigen Einvernehmen” das Unternehmen. Die Absatzzahlen waren nicht schlecht. Die rund 630.000 hl große Exportabteilung liegt aktuell leicht über Vorjahr.

Doch der Kostendruck ist hoch: Warsteiner-Gf Raphael Rauer spart eine Top-Management-Position ein. Jaenschs Stelle wird nicht nachbesetzt. Stattdessen übernimmt Adriano Leo, Geschäftsführer der Lohnbrau-Tochter HC Drinks Solutions. Ex-InBev-Mann Leo, seit 2022 im Sauerland, kümmert sich ab sofort in Personalunion um das Geschäftsfeld Export sowie das bis Jahresende rund 600.000 hl große Contract Filling (u.a. für Edeka, Netto, Rewe, MBG, Asahi, Efes). Vor allem letzterer Bereich, der bis Ende August laut INSIDERN um zwei Drittel zulegen konnte, hat dafür gesorgt, dass Warsteiner trotz massiven Verlusten mit der Dachmarke noch stabil im Gesamtvolumen steht. 

Auch an anderer Stelle wird offenbar eingespart. Laut INSIDERN geht Jörn Schröder von Bord. Der langjährige Verkaufsdirektor Nord soll sich noch kurz vor dem Warsteiner-Highlight Montgolfiade Anfang September auf eine Vertragsauflösung “geeinigt” haben. Seine Stelle wird demnach intern durch Sebastian Kirschey besetzt. Ihn holte im Mai 2023 Handelschef Marco Schulze von Krombacher und machte ihn zum VKD Ost. 

 

 

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