Die mit reichlich Investorengeldern (u.a. Piton Capital, Market One, Redalpine, Atlantic Food Labs, Bitburger Ventures, Créatures de Convivialité) aufgepumpte Berliner Bestellplattform-Start-up Magaloop hat am Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz beantragt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Jesko Stark, Partner bei GT Restructuring, bestellt.
Magaloop wurde 2018 vom Quartett Michael Högemann, Uwe Hölzer, Oliver Ruschpler und Luca Ongaro gegründet, das zugleich die Geschäftsführung bildet. Das Unternehmen selbst ist momentan für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Auch der Insolvenzverwalter muss erst die Lage sondieren.
Ein Blick in die zuletzt veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 zeigt, dass Magaloop in den Vorjahren erhebliche Verluste angesammelt hat. Alleine von 2021 auf 2022 stieg der Verlustvortrag von rund 2,4 Mio auf 7,4 Mio Euro an. Im gleichen Zeitraum stieg der Jahresfehlbetrag von rund 5 Mio auf 7,3 Mio Euro an. Für ein Start-up ist das an sich nichts ungewöhnliches. Zudem tun sich Online-Plattformen im Vertrieb von Getränken seit jeher schwer, profitabel zu werden. Gutmöglich aber, dass die Hoffnung der Investoren in einer allgemein schwierigen Marktlage verflogen ist.
Magaloop verbindet über die eigene App-Lösung rund 6.000 unabhängige Einzelhändler (Kioske, Spätis, Tankstellen, Cafés, Bäckereien, etc.) mit rund 100 aufgeschalteten Großhändlern. Das Bestellvolumen soll 2022 nach INSIDE-Recherchen bei 130 Mio Euro gelegen haben. Der Innenumsatz belief sich auf etwa 10 Mio Euro und lag damit deutlich über Plan. Verfügbar ist Magaloop neben Berlin auch in Hamburg, Köln, Frankfurt und München.

