Die Talfahrt für Bier setzt sich fort, die Absätze der deutschen Brauereien und Bierläger haben im August noch stärker gelitten als in den Vormonaten. Laut heute veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts lag der Absatz im August 2025 14,8% unter Vorjahr. Im Inland fehlten 14,4% (entspricht 890.000 hl), die Auslandsabsätze verloren 16,9% (EU: 11,8%, Drittländer: 23,6%). Besonders gelitten hat der Süden: Bayern lag 19,9%, Baden-Württemberg sogar 39,2% unter dem Vorjahresmonat. NRW hielt sich mit -4,9% vergleichsweise schadlos.
Per 31. August fehlen den deutschen Brauereien und Bierimporteuren nun aufgelaufen 3.999.382 hl. Das ist ein Minus von 6,9% (Inland -6,8%, Export -7,4%). Der August war der 13. Monat in Folge, in dem die Absätze unter Vorjahr lagen.
Als Erklärung für den Abriss in diesem August gibt es lediglich einen Kalendereffekt: Im Vorjahr gab es einen Arbeitstag mehr. Das Wetter war ungefähr auf Vorjahresniveau. Das Gebietsmittel der Sonnenscheindauer lag laut Deutschem Wetterdienst bei 250,8 Stunden. Das sind zwar 10 Stunden weniger als im August 2024 aber immer noch 18,3 % mehr als im Vergleichszeitraum 1991-2020. Zitat DWD: "Damit ordnet sich der August 2025 auf Platz 7 der sonnenscheinreichsten Augustmonate seit 1951 ein."
Schon in den Vorjahren hatte der August geschwächelt.
Bierabsatz im August der letzten Jahre in hl (%):
- 2025: gesamt 6.392.339 (-14,82%) Inland 5.295.349 (-14,37%)
- 2024: gesamt 7.504.851 (-3,88%), Inland 6.184.405 (-4,17%)
- 2023: gesamt 7.807.859 (-11.54%), Inland 6.453.304 (-11,13%)
- 2022: gesamt 8.826.554 (+11,82%), Inland 7.261.571 (+11,93%)
- 2021: gesamt 7.893.727 (-6,55%), Inland 6.487.308 (-7,11%)
- 2020: gesamt 8 446 855 (+2,00%), Inland 6 983 319 (+2,21%)
Bitte beachten: Die Zahlen des Statistischen Bundesamt beziehen keine Absätze von alkoholfreiem Bier ein.

