In Regensburg zahlt sich allmählich der von Gf Till Hedrich verordnete Fokus auf das Bischofshof-Beiboot Weltenburger aus. Für seinen zu Augustiner abgedüsten Gastro-Chef Tobias Funke hat Hedrich indes einen Nachfolger in direkter Nachbarschaft rekrutiert.
Als der Ex-AB Inbev Deutschland-Chef Till Hedrich gegen Ende 2022 die leicht angezählte und damals noch 150.000 Bier und 10.000 hl AfG große Brauerei im Kosmos der Bischöflichen Knabenseminarstiftung übernahm, steckte das Haus tief im Sanierungskurs. Den hatte noch die 2019 installierte Gf Susanne Horn angestoßen, war damit allerdings auf Grund gelaufen.
Ihr Nachfolger verschob den Fokus klar auf die Zweitmarke Weltenburger, die so langsam auf ihr Tausendjähriges zusteuert. Womöglich kein schlechter Move, Weltenburger Hell stilecht in die 0,5 Liter Europulle zu stecken (historisch gesehen fallen dann nur die 6.000 hl alkoholfreies Weltenburger aus dem Bild). Immer mehr wird der Bischofshof-Dampfer damit aus dem Beiboot Weltenburger gesteuert; zu Buche steht ein zweistelliges Absatz-Plus im Logbuch, auch weil Hedrich die Distribution bis in den Norden (u.a. Heidebrecht) ausgebaut hat.
Sperger wechselt zum großen Nachbarn
Um die Distribution in der heimischen Gastronomie kümmert sich nach dem Abflug von Tobias Funke auf die bei Augustiner neu geschaffene Stelle des Exportleiters künftig ein bislang direkter Nachbar: Martin Sperger, seit 14 Jahren bei der rund 25.000 hl großen Kneitinger-Brauerei, wechselt als Gastro-Chef zum deutlich größeren Wettbewerber. Kuriosum am Rande: Sein bisheriger Co-Gf Leonhard Resch war früher selbst ein Bischofshofer und hatte dort 2020 als Prokurist unter Susanne Horn den Hut genommen. Nach einem Intermezzo bei Arco/Moos resp. Eschenbacher landete er im Frühjahr 2024 bei Kneitinger (INSIDE 946: „Resch rasch zurück“). INSIDER gehen davon aus, dass Spergers Stelle bei Kneitinger nicht neu besetzt wird.
Artikel aus INSIDE 955
