Die Privatbrauerei Schneider kauft groß zu. Wie soeben bekannt wurde, wird der rund 220.000 hl große Weißbierbrauer mit Sitz in Kelheim die Marken und Kunden der Regensburger Brauerei Bischofshof (zuletzt rund 170.000 hl) übernehmen. Die Bischöfliche Knabenseminarstiftung mit Bischof Rudolf Voderholzer an der Spitze trennt sich von der Brauerei, deren Jahresverluste schon mehrfach in Kirchenkreisen zu unangenehmen Nachfragen geführt hatten (INSIDE 910). Zuletzt hatte der frühere AB Inbev Deutschland-Chef Till Hedrich, der Ende 2022 die Geschäftsführung übernommen hatte, die Brauerei auf Kurs gebracht. Und mit dem Relaunch der Marke Weltenburger (Hellbier, Euroflasche) einen Volltreffer gelandet. Dennoch: Das Knabenseminar trennt sich jetzt vom Braugeschäft. Die Immobilie bleibt.
Schneider Weisse soll ab dem 1. Januar 2027 von Bischofshof die Rechte an den Marken erwerben. Über den Kaufpreis, so heißt es nun, “haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart”. Schneider werde, so heißt es ein wenig schwammig, “mit der avisierten Übernahme der beiden Biermarken nach derzeitigem Stand auch die älteste Klosterbrauerei der Welt, die 1050 gegründete und seit 1973 zu Bischofshof gehörende Klosterbrauerei Weltenburg, sowie das für die Logistik zuständige Unternehmen von Bischofshof mit insgesamt 21 Mitarbeitern fortführen." Und weiter: "Die Produktion aller Marken soll mittelfristig komplett am Stammsitz von Schneider Weisse in Kelheim und in der Klosterbrauerei Weltenburg stattfinden, wofür die Voraussetzungen in Kelheim in den nächsten Jahren entsprechend geschaffen werden.”


