Startschuss für Schneider VII.

Stabwechsel auf 2.000 Meter: Georg VI. Schneider und Georg VII. Schneider

Weißbier-Gralshüter Georg Schneider räumt das Feld für den Junior. Kriegt er die Kurve für die Kategorie?

Die geladenen Partner und Kunden der Schneider Weisse G. Schneider & Sohn GmbH staunten am Wochenende nicht schlecht, als nach Marketing- und Vertriebs-Gf Robert Schraml Patriarch Georg VI. Schneider das Mikrofon ergriff. Eigentlich waren sie ins Pitztal gekommen, um auf der 2.000 Meter ü. NN gelegenen Mittelstation der Bergbahnen Hochzeiger (einem Schneider-Kunden), die neue Schneider Helle Weisse in Euroflaschen präsentiert zu bekommen.

Doch dann bekam Georg VI. das Wort und der 59-Jährige gab bekannt, dass er die Führung der inkl. Schneider‘s Hell knapp 220.000 hl großen Brauerei seinem Sohn Georg VII. Schneider überlässt. Der Senior will sich fortan nur noch um seine junge Familie und Ehrenämter kümmern, als Präsident des Bayerischen Brauerbunds steht er weiter zur Verfügung.

Die Steuerung der Brauerei aber übernimmt, flankiert von Schraml und Finanz-Gf Robert Grandl, sein 30 Jahre jüngerer Sohn. Sukzessive will Georg VI. auch die Anteile an der GmbH auf seinen Sohn übertragen. Hoffnungsträger Georg VII. arbeitet sich nach Studium (WHU Otto Beisheim), Doemens (Braumeister) und ersten Schritten bei einer Unternehmensberatung seit gut zwei Jahren in die Materie ein. Aktuell ist er zwei Tage die Woche auch in Straubing aktiv, wo die rund 50.000 hl große 50%-Tochter Karmeliten Brauerei nach dem plötzlichen Tod von Christoph Kämpf († 59) derzeit ohne Führung ist.

Anders als sein künstlerisch veranlagter Vater, der (weit vor der Craftwelle) mit einer mutigen Sortimentsumstellung (Tap 1 - 11) und handgemalten Etiketten für Aufsehen sorgte, scheint Georg VII. eher pragmatisch auf den Biermarkt zu blicken. Gemeinsam mit Schraml und dessen Marketingleiter Christian “Schü” Schürmann packt Georg VII. die Schneider Helle Weisse nun in die Euroflasche und in eine neue Kiste. Das erste überregionale Weißbier in der Euroflasche ist der Startschuss für die neue Schneider-Generation. Zumindest am Hochzeiger, auf 2.000 Metern, räumten Verleger, Importeure und Kooperations-Brauereien wie Tegernseer oder Schlossbrauerei Eichhofen dem neuen Gebinde gute Chancen ein.

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