Das hessische Brotbier-Start-up Knärzje hat Insolvenz angemeldet. Das geht aus einer Bekanntmachung des Amtsgerichts Frankfurt hervor. Demnach ist Rechtsanwalt Jochen Kampfmann (BK Rechtsanwälte) zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden. Auf der eigenen Website heißt es zu den Gründen: “Der hart umkämpfte Biermarkt gepaart mit einer nun schon länger wirtschaftlich schwierigen Zeit sowie infolgedessen gewissen Nachhaltigkeitsmüdigkeit bei Konsument:innen haben uns leider an unser Limit gebracht.” Der Geschäftsbetrieb laufe aktuell noch weitestgehend weiter, Lagerbestände würden ausverkauft. Die Insolvenz soll nicht das Ende sein. Man arbeite gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter daran, “eine Zukunft für unsere Idee zu finden und sind deshalb auf der Suche nach strategischen Partner:innen”, heißt es.
Knärzje, das aus Brotresten Bio-Bier braut, wurde 2019 von Dan Anthes und dem ehemaligen Lidl-Mann Christian Wagner gegründet. Aufmerksamkeit bekam das Bier im Frühjahr 2022, als Penny eine Kooperation mit Knärzje startete und unter der Bio-Eigenmarke Naturgut ein Bio Brotbier auf die Discountfläche schob. Später folgten im LEH (u.a. mit Kaufland und Edeka) weitere Aktionen. In Österreich fand Knärzje für Billa den Weg in die Dose. Und sogar die DeutscheBahn schnappte 2023 zu und holte das Brotbier in die Bordbistros.
Gebraut wurde anfangs im Brauhaus Bergmann in Aschaffenburg, ab Sommer 2022 dann in der Vulkan Brauerei von Malte Tack.
