Carlsberg hat die Führung in Deutschland neu besetzt. Zum 1. Februar übernimmt Anders Krantz (Foto) die Geschäftsführung. Er folgt auf Interimschef Peter Haahr Nielsen, der sich wieder auf seinen Haupt-Job als CEO von Carlsberg Dänemark konzentriert. Nielsen war im Juni eingesprungen, als Deutschland-CEO Simon Fibiger nach zwei Jahren plötzlich seinen Abschied aus dem Konzern bekannt gab (INSIDE 976).
Krantz ist somit der dritte Däne auf dem Chefsessel. Er kam 2017 zu Carlsberg, arbeitete u.a. als Gastro-Chef in Schweden und zuletzt als Head of Group Strategy im Maschinenraum des Konzerns in Kopenhagen. Operative Erfahrung im deutschen Markt bringt er nicht mit.
In Hamburg stößt er auf eine Truppe in Unruhe. Fibigers Strategie mit Konzentration auf wenige Marken (u.a. das Blauglas-Witbier Kronenbourg 1664-Blanc) ging nicht auf, die Ergebnis-Planzahlen wurden deutlich verfehlt. Interims-Nachfolger Nielsen griff zum Rotstift (vgl. aktuelle INSIDE-Ausgabe: “Carlsberg stutzt Deutschland”).
Betroffen sind Stellen in der Abfüllung, im Marketing und im Außendienst. Die betriebsbedingten Kündigungen hat der Betriebsrat laut INSIDERN abgelehnt.
Carlsberg Deutschland (Lübzer, Astra, Wernesgrüner, Carlsberg, Holsten, Duckstein, Sommersby Cider) setzte zuletzt rund 2,7 Mio. Hektoliter ab und erzielte einen Umsatz von etwa 330 Mio Euro.

