Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) prognostiziert für 2024 eine durchschnittliche Streuobsternte von 500.000 Tonnen. Die Ernte werde den Angaben von Gf Klaus Heitlinger zufolge regional sehr unterschiedlich ausfallen: Während im Osten und Norden Deutschlands wegen klimatischer Bedingungen (u.a. Spätfrost) geringe Erträge erwartet würden, zeige sich im Hauptanbaugebiet Baden-Württemberg ein gemischtes Bild. So falle die Prognose für den Bereich Bodensee-Oberschwaben und den Raum Stuttgart gut aus. Eine schwächere Ernte zeichne sich in den restlichen Landesteilen ab. In weiten Teilen Bayerns sei mit einer erneut guten Ernte zu rechnen.
Die Baumbestände hätten in den letzten drei Vegetationsperioden (2019-2022) unter Dürresommern gelitten, was sich zunehmend im Auftreten von Frucht- und Blütekrankheiten niderschlage. In diesem Jahr seien die Äpfel an den Bäumen darüber hinaus durch Hagelschlag geschädigt, ein Faktor, der jedoch im Mostobstbereich weniger relevant sei.
Bessere und schlechtere Ernten gab es immer wieder. Die höchste der vergangenen Jahre war 2018 mit über 1 Mio Tonnen. Im vergangenen Jahr lag sie bei 300.000 Tonnen. Die Ernteschätzung erfolgt mit der Kelterapfel-Behangdichtenschätzung, einer Methode, die seit 30 Jahren angewendet wird.
