Stichtag 24. März: Bis dann sollte sich bei der insolventen Mannheimer Eichbaum-Brauerei entschieden haben, ob sich ein strategischer Industriepartner oder ein Finanzinvestor findet, der das in 2025 wohl rund 1,4 Mio hl große Schiff wieder flott macht. Das letzte Wort liegt dann bei der Gläubigerversammlung.
Nach der Anmeldung der vorläufigen Insolvenz in Eigenverwaltung im Oktober – flankiert vom Generalbevollmächtigten Dr. Christoph Glatt (Schiebe und Collegen) und dem Mannheimer Rechtsanwalt Thomas Oberle als Sachwalter folgte zu Jahresbeginn die Regelinsolvenz. Nun positionieren die beiden Gf Frank Reifel und Uwe Aichele das Haus in Richtung AfG.
Bei einem Biermarkt, der sich aktuell im Sinkflug befindet (S. 7 ff.), geht das frisch um Karamalz (zu Veltins) enteierte Management jetzt mit dem Limo-Detektor durchs Gelände, assistiert von einer Roland Berger-Taskforce (INSIDE 990) und der Hoffnung, dass es Lohnaufträge und/oder Eigenmarken künftig richten. Gesucht ist ein Investor, der Standort und strategische Voraussetzungen in Mannheim (Hochregallager, Brunnen, Dosenanlagen) schätzt. Und nicht nur Interesse am attraktiven Grundstück hat.
Am Ende liegt alles bei 100%-Inhaber Hiby-Durst – respektive bei seinen Banken. Die Gehälter der Angestellten und die Lieferfähigkeit seien bis auf weiteres gesichert, heißt es.
