F. Rehm: Pirsch am Schliersee

Neues Revier: Florian Rehm (Foto: Jägermeister)

Die neue, topmoderne Produktionshalle der Whisky-Destillerie Slyrs am Schliersee steht, die Eröffnung war Ende Juni. Nachhaltig, mehr Kapazitäten. Aktuell kommt Slyrs auf 90.000 Liter Absatz und Ziel von Johann Kemenater (hält noch einen Minderheitsanteil von 3,25%) und Co-Gf Steffen Brandt ist es jetzt, das Volumen auf gut 110.000 Liter hochzuheizen. Theoretisch wären mit den neuen Brennblasen 400.000 Liter/Jahr möglich (der direkte Mitbewerber St. Kilian, Rüdenau in Unterfranken, produziert derzeit rund 300.000 Liter). 

Wer sich fragt, woher die Kohle für den Neubau kommt, der sollte einen Blick auf die Liste der Anteilseigner werfen. Hauptgesellschafter bei Slyrs ist mit 37,24% die Icey GmbH, Wolfenbüttel, eine Beteiligungsgesellschaft der MastJägermeister-Erben Florian Rehm, dessen Bruder Andreas Kreuter und der Schwester Christina Flügel. Rehm erweitert stetig sein Jagdrevier. Bekannt ist, dass er Hauptgesellschafter bei der Berliner Berg Brauerei ist und dass er 30% der Anteile an Fritz-Kola hält. Bei den Hamburgern wirbeln KPI-Analysen aktuell den Start up-Spirit auf (S. 20) und mancher Fritze sieht dafür auch den Wunsch nach Transparenz für Rehm als Grund. 

Dass Florian Rehm die Kimme überhaupt auf Slyrs richtete, liegt vor allem daran, dass Kemenater die LEH-Absätze während der letzten fünf Jahre kontinuierlich nach oben schraubte und der Destillerie damit während der Pandemie den Hintern rettete. Derzeit liegt der LEH-Anteil bei 70%.

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