Georg Schneiders Wiesn-Idee

Eine Welle des Protests erntete vergangene Woche eine Idee des bayerischen Brauer-Präsidenten Georg Schneider VI. in puncto Oktoberfest. Schneider hatte in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen angeregt, die hohen Kosten für die Bierzelte und deren Betrieb auch auf die Besucher des Oktoberfestes umzulegen, weil das bisher die Biertrinker mit hohen Bierpreisen selbst finanzierten. 

Der Shitstorm folgte prompt, intern galt beim Bayerischen Brauerbund (BBB) die Sprachreglung, es habe sich um Schneiders Privatmeinung gehandelt. Bei der Jahres-PK des BBB letzte Woche hatte Schneider ohnehin einen seiner letzten Auftritte. Wenn alles nach Plan läuft, wird er im Mai von Erdinger-CEO Dr. Stefan Kreisz abgelöst. 

Schneider war 2016 ins Amt gewählt worden und wollte eigentlich schon 2025 vorzeitig den dritten Turnus beenden. Daraus wurde aber nichts, weil sein avisierter Nachfolger Christoph Kämpf, Geschäftsführer der Straubinger Karmeliten Brauerei (an der Schneider, Kelheim, zu 50% beteiligt ist), im Januar 2025 völlig überraschend im Alter von 59 Jahren starb (INSIDE 968). 

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