Entgegen der Entwicklung auf dem weltweiten Biermarkt (+ 0,3 % gegenüber 2023 auf 1,875 Mrd hl) hat sich in 2024 bekanntlich die deutsche Brauwirtschaft entwickelt: Der Rückgang um gut 1 % auf 83,93 Mio hl sorgte laut dem aktuellen BarthHaas-Bericht dafür, dass Deutschland im internationalen Ranking 2024 vom fünften auf den sechsten Platz abrutschte - ironischerweise überholt von Russland, das die Eigenproduktion massiv anschob und umgekehrt eine gute Million hl nicht mehr als Deutschland importierte. Die Plätze 1 bis 4 belegen unverändert China, die USA, Brasilien und Mexiko.
Insgesamt stieg die Bierproduktion in Europa um 1,1 Prozent auf 514,2 Mio hl - in der EU gab es allerdings ein Minus von 1,0 % auf 339,8 Mio hl, deutlich schlechter als der im restlichen Europa, wo der Bierabsatz um 5,6 % auf 174,4 Mio hl wuchs. Neben dem Anstieg in Russland ist der Zuwachs laut BarthHaas-Bericht vor allem auf eine sehr positive Entwicklung in Großbritannien (+5,6 % auf 36,1 Mio. hl) zurückzuführen.
Beim Hopfen hat sich Deutschland 2024 wieder zum Land mit der größten Hopfenanbaufläche aufgeschwungen - aber nur, weil 2024 weltweit mehr Flächen abgebaut (- 7,7 %) wurden als hierzulande (-1,6%). Laut aktuellem BarthHaas-Berichtwird allerdings 2025 hierzulande nur noch auf 18.962 Hektar Hopfen angebaut, 7 % weniger als 2024. 31 weitere Hopfenpflanzer stellten 2024 in Deutschland die Produktion ein. Die durchschnittliche bewirtschaftete Anbaufläche der verbliebenen 1.009 Betriebe stieg um 0,3 Hektar auf 20,1 Hektar.
Die globale Erntemenge fiel 2024 im Gegensatz zu den Flächenstilllegungen nur -3,9 Prozent (auf 113.528 Tonnen) hinter 2023 zurück. Der Gehalt an Alphasäure im Hopfen stieg hingegen um 1,0 % auf 11.912 Tonnen leicht an.
