Die deutsche Hopfenproduktion verzeichnet 2025 einen deutlichen Rückgang. Die Anbaufläche schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 6,5%, 44 Betriebe stellten ihre Produktion ein. Damit bewirtschaften laut Verband Deutscher Hopfenpflanzernoch 965 Betriebe rund 18.961 Hektar Hopfenfläche. Deutschland bleibt dennoch weltweit führend mit etwa 35% der globalen Hopfenanbaufläche.
Die Ernteschätzung ergibt eine Gesamtmenge von rund 41.235 Tonnen, etwa 11% weniger als 2024 und 3,2% unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Ursache sind unter anderem Wetterextreme, Trockenheit bis Juli sowie Krankheiten wie Peronospora und Schädlingsbefall. Die Alphasäurewerte, entscheidend für die Bierherstellung, sind derzeit noch nicht bekannt.
Hopfenhändler Rudolf Eisemann, Gf von Eisemann Hopfen, wagt in seinem Hopfenmarktbericht trotzdem eine Prognose: “Aufgrund der im Juli günstigen Witterung für den Hopfen ist von mindestens durchschnittlichen, wenn nicht sogar leicht über dem Durchschnitt liegenden Alphasäurewerten auszugehen. Ich gehe davon aus, dass die besseren Alphawerte der Ernte 2025 nicht weit weg von dem Ernteergebnis der Ernte 2024, bezogen auf die Alphasäure (5.122 T), liegen wird.”
Der Rückgang der Hopfenfläche ist Teil einer globalen Reaktion auf Überproduktion und sinkende Nachfrage, insbesondere durch stagnierenden Bierkonsum. Die Branche steht unter Druck, Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht zu bringen. INSIDE hatte bereits im Mai über die Hopfen-Misere berichtet (Hopfenzyklus 2.0: Warten, bis der Nachbar rodet?).

