Hopfen unter Schnitt

Der angesichts massiven Überangebots erhoffte Abbau von Hopfenkapazitäten findet offenbar tatsächlich statt – wenn auch nicht immer freiwillig. Die deutsche Anbaufläche schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 6,5%, 44 Betriebe stellten ihre Produktion ein. Laut Verband Deutscher Hopfenpflanzer liegt die Ernteschätzung bei einer Gesamtmenge von rund 41.235 Tonnen, etwa 11% weniger als 2024 und 3,2% unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Die Alphasäurewerte sind noch nicht bekannt. 

Kirin Holdings hat sich indes ein auf dem Prinzip der „Wärmeakklimatisierung“ basierendes Verfahren patentieren lassen, das Hopfensetzlinge bei 25 °C vorbehandelt, sodass sie auch bei Temperaturen von bis zu 30 °C gedeihen. Tests mit tschechischem Saazer und deutschem Hersbrucker Hopfen hätten trotz simulierter Dürrebedingungen starkes Wachstum gezeigt, heißt es. 

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