Nach der im September angekündigten Schließung seiner zuletzt noch 40.000 hl großen Brauerei Hütt im hessischen Baunatal (mangels Nachfolge in der Familie) verkauft Inhaber Frank Bettenhäuser nun den Rest vom Schützenfest: die Marken. Hütt und Hessische Löwen sowie die Lieferverträge wandern per 1.12. zur 15.000 hl großen Gräflich von Mengersen‘sche Dampfbrauerei Rheder GmbH & Co.KG. der Inhaberfamilie um Ferdinand Freiherr von Spiegel.
Spiegelund sein ebenfalls beteiligter Manager Jens-Uwe Göke (plus der weitere Rheder-Gesellschafter Jörg Siekmann) dürften vor allem von der in Nordhessen gut 10.000 hl großen Gastro-Kundschaft Hütts angezogen worden sein. Dass nun die kleinen, gut 60 km entfernten Kollegen aus Ostwestfalen den Zuschlag bekamen, ist für Einbecker/Martini, Bitburg/Licher und Co dann doch überraschend.
Laut INSIDERN soll es im Vorfeld diskret Verhandlungen mit Interessenten für die Marke Hütt gegeben haben, angeblich auch mit der Unternehmerfamilie Klesper (Will-Bräu Motten, Hochstiftliches Brauhaus Fulda, Lauterbacher Brauerei, Eschweger Klosterbrauerei). Wie sich später herausstellte, offenbar ohne Erfolg.
INSIDER geben den Hütt-Marken unter neuer Flagge wenig Chancen auf eine ruhmreiche Zukunft.
