Nach der Aufgabe der Brauerei Hütt (rund 40.000 hl) steht jetzt fest: Inhaber Frank Bettenhäuser hat keinen Gesamtverwerter gefunden. Die Brauerei wird dicht gemacht. Stattdessen werden nun die Marken Hütt und Hessische Löwen sowie die Lieferverträge verkauft. Sie wandern per 1.12. zur Gräflich von Mengersen'sche Dampfbrauerei Rheder GmbH & Co.KG.
Und damit zu einem noch kleineren Mittelständler. Rheder hat mit insgesamt 15 Mitarbeitern einen jährlichen Ausstoß von derzeit rund 15.000 hl. Die Inhaberfamilie um den Ferdinand Freiherr von Spiegel und sein ebenfalls beteiligter Manager Jens-Uwe Göke haben genügend Kraft im Rücken. Neben der Brauerei gehören der Familie von Spiegel umfangreiche Ländereien mit Landwirtschaft. Göke ist Eigentümer des benachbarten Hotels Schloss Gehrden. Gesellschafter bei der Rheder Brauerei ist auch der Bielefelder Jörg Siekmann.
In Nordhessen dürften vor allem die gut 10.000 hl große Gastro-Kundschaft von Hütt Reize verströmt haben. Dass nun die kleinen, gut 60 km entfernten Kollegen aus Ostwestfalen den Zuschlag bekamen, ist für Einbecker/Martini,Bitburg/Licher und Co. dann doch überraschend.
