Der Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie schickt jedes Jahr 45 Menschen im Ehrenamt mit sogenannten Guckis in die Prärie. Das sind Spezialfernrohre, mit deren Hilfe sich der „Fruchtbehang an fünf definierten Baumabschnitten“ in Streuobstwiesen eruieren lässt (dieses Jahr: 450.000 Tonnen – mehr als erwartet).
So ein Gucki hätten zur Zeit gern auch jene Investoren, die 2022 via Crowdfunding insgesamt rund eine Mio Euro in die Berliner Ostmost Streuobstwiesen Manufaktur GmbH einbezahlten. Das Versprechen: eine 7%ige, jährliche Dividende. Schon letztes Jahr mussten sie bei einer Nullrunde feststellen, dass im Gegenzug zu freihängenden Äpfeln und Birnen das Geld bei Ostmost nicht auf den Bäumen wächst. Auch bis Ende 2024 gab es keine Auszahlung. Für 2025 sind noch keine Signale aus Berlin bekannt. Wer mittlerweile Furcht hegt, statt mit Gucki auch dieses Jahr mit dem Ofenrohr ins Gebirge zu schauen, sollte sich gedulden. Am besten mit einer Flasche Ostmost-Bio Apfel aus unserem Kühlschrank.

