Im Kühlschrank: Red Bull

In ihrem Regierungsprogramm sprach sich die SPD bereits für die Regulierung von Energy Drinks aus. Auch in den Verhandlungspapieren taucht nun offenbar ein Prüfauftrag der vom Bürgerrat empfohlenen Altersgrenze für Energy Drinks ab 16 Jahren auf. Klar, dass die NGO Foodwatch, die eine Altersgrenze von 18 Jahren fordert, die Gunst der Stunde nutzt, um eben für ein Verbot zu werben. 

Ein letztes Geschütz richtet sie auf angeblich gezielt auf Kinder ausgerichtetes Marketing von Energy Drink-Herstellern. Ins Visier gerät neben Red Bull und Monster auch Effect von MBG, das in einem Musikvideo von Lewin Ray platziert worden ist. Laut den diesmal übers Ziel hinausschießenden Nahrungswächtern ein Influencer, der sich seiner angeblich minderjährigen Zielgruppe bewusst sei – der KiKa hatte ihm einmal einen Preis verliehen. KiKa wiederum ist ein Sender des ZDF, der jüngst eine Anfrage bezüglich des Influencers an MBG-Boss Andreas Herb verschickt hat. 

Herb, der grundsätzlich offen ist für ein Altersgrenze bei Energy Drinks, wirft dem ZDF nun vor, aktiv in die politische Debatte einzuwirken. Darauf ein eiskaltes, pappsüßes, aufputschendes Red Bull. Wir wollen schließlich wach sein, wenn sich hier politisch tatsächlich mal was tut.

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