Knackpunkt Kalbus

Das Wohl und Wehe von Krombachers GFGH-Ambitionen in Berlin steht vor einer Weichenstellung. Im Werben um die Zuschläge für die Berliner GFGHs HorstLehmannGetränke (ging an GES) und BierverlagBerndKrajewski (ging an Radeberger) war BernhardSchadeberg nur zweiter Sieger. 

Mit der weiterhin defizitären Welifa spielt Krombacher im hart umkämpften Hauptstadtmarkt kaum eine Rolle. Ein möglicher Ausweg: die Übernahme eines der letzten unabhängigen GFGHs in Berlin. Dem blitzsauberen, rund 34 Mio Euro starken GetränkeverlagRössler werden keine Verkaufsambitionen nachgesagt – bliebe noch Berlins No. 4: Kalbus&Schmidt. MichaelGeisler, 62, der den GFGH 2005 erworben hatte (INSIDE 480), umwehen immer wieder Verkaufsgerüchte. Der etwa 16 Mio Euro Umsatz große und Berlin-typisch auf allen Klavieren spielende GFGH Kalbus&Schmidt wäre für Krombacher ein Auffangbecken für Welifa. 

Eine Übernahme-Attacke ruft unweigerlich Radebergers Drinkport auf den Plan – was sich laut INSIDERN bereits verdichtet. Angeblich lässt die Oetker-Tochter bereits kartellrechtlich abklären, ob ein Zusammenschluss mit den Radeberger-Töchtern Preuss und Löffelsend möglich wäre. Der gewiefte Geisler lässt sich nicht in die Karten schauen. Er weist einen baldigen Verkauf von sich. Wie auch immer: Sollte Krombach in Berlin leer ausgehen, könnte die Welifa selbst zum Verkauf stehen. Als Trost bliebe Hamburg, wo Krombach gerade erst Goettsche von Splendid übernommen hat und Radeberger außen vor blieb.

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