Ordentlich durchgerüttelt hat Jens Kundrun, Gf von Behn Getränke, die Getränkelogistik in Schleswig-Holstein und darüber hinaus. Der 47-Jährige, der 2018 aus der Buchverlagsbranche kam, um die Geschicke der GFGH-Sparte von Behn führen, hat nun eine kreative Lösung augeheckt. Sein Deal mit Bartels-Langness (Bela) in dieser Woche könnte richtungsweisend sein für die seit dem Rewe-Trinks-Pakt verunsicherte Mehrweg-Landschaft.
Getränkelogistik Nord, kurz GLN, wird die neue Logistikgesellschaft heißen, die 2026 operativ starten soll (siehe Schicksalsgemeinschaft Bela & Behn). Als neues gemeinsamens Mehrwegzentrum wurde ein leerstehendes Aldi-Lager in Gleschendorf, Schleswig-Holstein, auserkoren. Das Joint-Venture zwischen dem 6-Mrd-Euro-Umsatz LEH und dem 40 Mio Euro-GFGH geht nach der Zustimmung des Kartellamts als erstes auf Mitarbeitersuche.
Behn kann mit der nun abgesicherten Belieferung der Bela-Großflächen (Famila, Markant) und deren Franchise-Schienen (nah & frisch, Ihr Kaufamnn, Ihre Drogerie, MCS) sowie den Citti-Märkten das Loch stopfen , das der (wohl noch recht holprige) Solo-Logistiktrip der Edeka Nord ins Behn-Volumen reißt.
Derzeit ist Kundrun auf der Suche nach Unterverlegern, die außerhalb des Behn-Dunstkreises fahren sollen. Bedeutet auch: Behn Getränke wird wachsen. Kundrun hat damit das Basislager für die neue Generation aufgebaut, die mit Lisa und Asmus Behn bereits in den Startlöchern steht (INSIDE 937: Neue Behneration).
