Kulmbacher schließt Brauereitochter

Noch vor dem Wechsel an der Spitze (Interims-Vorstandssprecher Dr. Jörg Lehmann übergibt am 1. Januar an den von Nestlé kommenden Christoph Ahlborn), kündigt die Kulmbacher Brauerei AG einen Einschnitt an. Ende 2026 wird die Tochter Scherdel, Hof, geschlossen. Die 35 Mitarbeiter sollen zum Teil an anderen Standorten der Gruppe ein Jobangebot bekommen. 

Kulmbacher hatte die damals noch 100.000 hl große Brauerei vor 22 Jahren aus dem Konkurs geholt. Scherdel stand schon unter Lehmann-Vorgänger Markus Stodden mehrfach zur Disposition, doch ein harter Schnitt in Oberfranken ließ sich immer noch vermeiden. 

Nun konstatiert Lehmann: "Wir haben verschiedene Optionen für den Standort geprüft. Allerdings ist ein wirtschaftlicher Betrieb in Hof nicht mehr möglich. Auch wenn es sehr schwerfällt, müssen wir diesen schmerzhaften Schritt gehen und planen, den Standort Hof zu schließen.“ Die zuletzt auf deutlich unter 50.000 hl abgerutschten Eigenmarken sollen künftig bei der Schwester Sternquell-Brauerei in Neuensalz bei Plauen hergestellt werden.

 

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