Nicht nur im Volumen ist der mit 44 Mio hl größte deutsche Getränkehersteller dem Rest der Welt längst entschwebt. Auch technologisch treibt die Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke MEG den Rest der Branche vor sich her. Sei es bei Verpackung (der PET-Kreislauf ist perfekt, schlägt ökonomisch alle Wettbewerber, und ökologisch die meisten Mehrwegbrunnen) oder in der Abfüllung, wo mit Krones und Sidel dauerhaft an Optimierungen gearbeitet wird. Die gigantische 170 Mrd Euro Umsatz große Schwarz-Gruppe sorgt für Kapitalkraft.
So baute Schwarz unlängst in Rheine die weltgrößte Kaffeerösterei nebst Nussrösterei, in der alle Abläufe volldigitalisiert wurden. Nach dem Muster dieser Hightechfabriken will Schwarz Produktion-Boss Jörg Aldenkott auch die Getränkewerke umrüsten, um mit KI, Robotik und Automatisierung die Effizienz seiner über 25 Abfülllinien und deren Logistik auszubauen. Der Vorsprung ist riesig, der Planet Schwarz ist in seiner eigenen Umlaufbahn. 2024 wurde die Kapazität komplett ausgelastet. Die MEG wuchs mit steigenden Absätzen bei Lidl und Kaufland (u.a. durch die Real-Übernahmen) um rund 1,5 Mio hl.
Die Investitionen in die Marken sollen in die ganze Gruppe einzahlen. So werben Influencer u.a. für Kong Star Energy und für Saskia wird das ganz große Besteck ausgefahren.2023 kaufte die Schwarz-Gruppe Adelholzener als Sponsor bei Bayern München raus. Seitdem wirbt der Rekordmeister für die nach Volumen mit Abstand größte Mineralwassermarke Saskia. Nebeneffekt: Die Saskia-Werbung flankierte die millionenschwere Kampagne für die „Kreislaufflasche“ die Wirkung zeigte. Die angestrebte Mehrwegpflicht für Händler wird nicht für Lidl gelten, da Schwarz die Kaufland-Umsätze mitreinrechnen darf und die Quoten erfüllt (INSIDE 941: „Lex Lidl“). Zum technischen Vorsprung gesellt sich ein politischer.
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