Noch ein Bier-Mann für Schwarz

F. Geiger verlässt AB Inbev und wechselt zur Schwarz Gruppe (Lidl/Kaufland). Er übernimmt dort die Tiefkühl-Sparte. Die Führung der über 40 Mio hl großen Getränkesparte (MEG) bekommt ein anderer. 

Dass jemand vom Bier zu Speiseeis und Aufbackwaren wechselt, ist selten in der Branche. Verständlich ist es im Hinblick auf den Expansions- und Innovationswillen des Schwarz-Imperiums (und dessen Imperator Dieter Schwarz) allerdings schon. Allein in den Standort Halle werden aktuell 300 Mio Euro investiert. Gezogen hat das offenbar bei Fritz Geiger, 40, der seit 2013 bei AB Inbev arbeitet, dort als Trainee angefangen hat, erst in der Konzernzentrale in Leuven und zuletzt als Brauereidirektor in München und Nachfolger von Harald Stückle die Marken Spaten und Löwenbräu repräsentierte. Zum Jahresende ist Schluss, Geigers Wechsel zur Schwarz Produktion Stiftung & Co. KG ist fix. 

Dort bekommt Geiger den Geschäftsbereich Tiefkühlware (Backware und Speiseeis) als Nachfolger von Tobias Hartjen, der ab 2026 das Segment Getränke und Kunststoff von Dr. Frank Schmidt übernehmen wird. Schmidt geht laut INSIDERN in den Ruhestand. Gesteuert wird die Schwarz-Produktion vom früheren Biermann (Brau & Brunnen) und MEG-Boss Jörg Aldenkott, sowie von Sandro Lemmrich, Dr. Karl Liebl (Ex-Oettinger-Mann, der wie Geiger vom Bier kam; INSIDE 800) und von Bettina Schönemann. Die Unternehmen der Schwarz Gruppe kamen im Geschäftsjahr 2024 auf einen Gesamtumsatz von 175,4 Mrd Euro. Allein Lidl steigerte den Filialumsatz um 5,3% auf 132,1 Mrd Euro.

Fritz Geigers Nachfolge in München (offiziell heißt die Stelle bei AB Inbev „Brewery Plant Director“) ist bereits ready. Jack Reedy hat eine ähnliche Vita wie Geiger: Vor zehn Jahren heuerte auch er als Technik-Trainee beim Konzern an. Zuletzt war er an den Standorten Bremen und Wernigerode postiert. 

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