Kaum ist der zähe Streit mit Kaufland und Edeka halbwegs beigelegt, (bei Kaufland ist weiterhin nur das Kernsortiment verfügbar) legt Heineken unbeeindruckt nach: Zum 15. Oktober kündigt der Konzern eine fette Listenpreiserhöhung an – kompromisslos und flächendeckend für Flasche (12,63 Euro/hl bei 20x0,4l), Dose (9,60 Euro/hl) und Fass (10 Euro/hl). Gösser Flaschenbier klettert um 9,60 /hl. Damit riskiert Heineken Deutschland-Chef Geert Swaanenburg, über dessen möglichen Abschied aus Berlin zum Jahresende bereits spekuliert wird, weiteres Marktvolumen.
Laut NielsenIQ liegt der Absatz der Hauptmarke im ersten Halbjahr – wegen der Handelskonflikte – bei einem Minus von 15%. Auch Gösser verliert zweistellig. Insider berichten über das gesamte Sortiment von einem Verlust von rund 110.000 Hektolitern. Während die Wunden der letzten Preiserhöhung vom Februar 2024 geleckt werden, steht das Handelsteam um Vertriebschef Jan Stickelmann und KAM-Häuptling Oliver Hentschel vor der nächsten Bewährungsprobe. Es wird ein heißer Herbst für Heineken.
