Tarifabschluss für bayerische Brauereien

Am gestrigen Abend (24.2.) zu später Stunde erzielten die Tarifgemeinschaft des Bayerischen Brauerbundes und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nach 14-stündigen Verhandlungen einen Tarifabschluss für die Beschäftigten der noch tarifgebundenen bayerischen Brauereien. Der Brauerbund spricht dabei von “langwierigen, schwierigen” Verhandlungen. Der neue Tarifvertrag gilt demnach für 24 Monate und sieht Entgelterhöhungen von 3,4% zum 1. März 2025 sowie 3,1% zum 1. März 2026 vor.

Das Eckentgelt steigt bis 2026 auf 4.527 Euro. Zusätzlich wird ab Mai 2026 eine Berufsunfähigkeitsversicherung für die Beschäftigten eingeführt. Arbeitgeber kritisierten das Ergebnis als eine schwere Belastung für die Branche, die unter starkem Kostendruck leidet. Trotz dieser Bedenken wurde der Vertrag zur Sicherung des Betriebsfriedens akzeptiert.

Der Bayerische Brauerbund moniert dennoch: Die unzureichende Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage der Brauereien habe dazu geführt, dass viele mittelständische Betriebe in der jüngeren Vergangenheit aus der tarifvertraglichen Bindung ausgetreten sind, da sie die Gehaltsentwicklungen nicht mehr mitgehen konnten. Infolgedessen könne von einem "Flächentarifvertrag" längst keine Rede mehr sein.

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