In NRW wird die Tarifeinigung zwischen NGG und dem Brauereiverband NRW für die rund 5.500 Beschäftigten der Brauindustrie erwartbar unterschiedlich kommentiert: In ersten Reaktionen nannte der Gf des Brauereiverbandes NRW, Marc Peters, den Tarifabschluss “eine Herausforderung”. Der Bierausstoß sei seit Jahrzehnten rückläufig, zugleich stiegen die Lohnkosten sowie Kosten für Energie, Glas, Kästen und Kronkorken. NGG-Landeschef Mohamed Boudih hingegen sagte, das Lohn-Plus ”liegt deutlich über der Inflation".
Rückwirkend zum 1. Mai 2025 gibt es demnach 2,8 % mehr Lohn und dann ab Februar 2026 nochmal 60 Euro (je nach Entgeltgruppe bis zu 1,7%). Im September 2026 folgt ein weiterer Aufschlag um 1,5 %. Die NGG berechnet daraus ein durchschnittliches Ergebnis von 5,68 % für den im März 2027 endenden, zweijährigen Tarifvertrag.
Zu den zehn Brauereien im Brauereiverband NRW gehören u.a. König in Duisburg, Radeberger in Dortmund, Diebels/Inbev in Issum sowie Früh und Gaffel aus Köln. Veltins und Krombacher erzielten eigene Tarifabschlüsse mit der NGG, die mit insgesamt 5,8% auf Höhe des Abschlusses mit dem Brauereiverband NRW liegen. Warsteiner war mit Verweis auf schwierige Geschäftslage vor zwei Jahren aus dem Sauer-Siegerländer Tarifverband ausgetreten.
