Oettinger: Späte Einigung

Kurz vor Weihnachten haben sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und die Oettinger Brauerei doch noch auf neue Tarife geeinigt. 

Konkret geht es um einen neuen Manteltarifvertrag mit Regelungen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit in der Hochsaison und um einen neuen Entgelttarifvertrag mit einer Laufzeit von 24 Monaten: Die Entgelte steigen rückwirkend zum 1. Juni 2025 um 2,0 Prozent, ab dem 1. Januar 2026 um 0,8 Prozent und ab dem 1. November 2026 um ein weiteres Prozent. Die Tarifverträge gelten für die Betriebsstätten in Oettingen, Mönchengladbach und Walldorf. 

Der Abschluss wurde allgemein begrüßt. Zuletzt hatte es nach der geplatzten Schlichtung nach extrem verhärteten Fronten ausgesehen. Auch ein neuer Streik drohte. Entsprechend wohlwollend fallen jetzt die Kommentare zur späten Einigung aus. Bei Oettinger hieß es heute, der erzielte Kompromiss sei “ein guter Kompromiss. Leider ist es uns jedoch nicht gelungen, die Ungleichheiten an den Standorten anzupassen“. 

Die Belegschaft an den Standorten Oettingen und Mönchengladbach werde auch weiterhin eine unterschiedliche Wochenarbeitszeit von 37 bzw. 38 Stunden haben. Die NGG bewertet die Einigung als ”verantwortungsvollen Kompromiss und als positives Signal – gerade mit Blick auf die bevorstehenden Feiertage."

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