Wenige Tage vor Weihnachten haben sich die Oettinger Brauerei und die Gewerkschaft NGG zusammen mit dem Betriebsrat auf die Modalitäten für die Abwicklung des Standorts Brauschweig geeinigt.
Die Verhandlungen über den Sozialplan wurden per Einigungsstelle beendet. Er sieht wie üblich in solchen Fällen den Wechsel von Mitarbeitern in eine Transfergesellschaft wie auch Ausgleichszahlungen vor. INSIDER taxieren die Höhe der Abfindungen auf zusammen bis zu 10 Mio Euro. Da sich bis dato kein Käufer für den Standort gefunden hat, der ihn weiterführen möchte, wird Oettinger die Abfindungen Stand heute auch bezahlen müssen. Anders als beim Standort Gotha, der im Oktober 2022 an Paulaner verkauft wurde. Was wiederum Oettinger bis zu geschätzt 14 Mio Euro Abfindungen ersparte.
Komplett runtergefahren wird die Produktion in Braunschweig zu Jahresende noch nicht. Wie es heißt, muss Oettinger noch kleinere Lieferverpflichtungen für Bier in PET-Flaschen (Aldi/Penny) erfüllen. Spätestens Ende Januar dürfte dann Schluss sein. Eine Handvoll Mitarbeiter in der Logistik und beim Wareneinkauf der Gruppe bleiben zumindest vorerst in Braunschweig an Bord.
