Mit Vilsa klebt der erste deutsche Hersteller Einweg-Getränkeflaschen zusammen. Wenn das Beispiel Schule macht, verschwindet zumindest ein Teil der lästigen Schrumpffolien aus dem Sondernmüll.
Mit einer intern so titulierten „Tschüssfolie“ verabschiedet sich Vilsa von Foliengebinden: „Diese Folie verschwindet bald wie auf magische Weise“, verspricht der Brunnen vor der für Mai 2025 geplanten Umstellung auf den über KHS-Technologie gesteuerten „VILSA NIX-PACK“ – einen Sixpack für alle Einweggebinde (inkl. Erfrischungsgetränke), der statt mit Schrumpffolie durch Klebepunkte zusammengehalten wird – plus einem Griff aus recycelbarem Karton anstelle des bisherigen Kunststofftragegriffs.
Damit geht der laut INSIDE-Brunnenhitliste mittlerweile 533 Mio Liter große Brunnen (2024: +9,0%) einen nächsten Step in der Nachhaltigkeitskette. Nach Berechnungen des Brunnens senkt das Unternehmen seinen Kunststoffverbrauch um rund 2.000 km Schrumpffolie pro Jahr, insgesamt summieren sich die Kunststoff-Einsparungen auf 50 Tonnen jährlich. Im Vergleich zu den mit der Schrumpffolie verbundenen Treibhausgasemissionen errechnet sich daraus eine Reduktion der CO2-Emissionen zwischen 40 und 70% – abhängig von den Flaschengrößen. Beim 1-Liter-NIX-PACK sollen es 62,5% der CO2-Emissionen sein.
Die KHS-Klebetechnologie wurde bereits vor Jahren u.a. auf der Münchner Drinktec vorgestellt, wird bisher aber nur in wenigen internationalen Märkten angewendet. Bislang war es aber noch nicht gelungen, bis zu 1,5 Liter große Einwegflaschen damit zu fixieren. Der Klebstoff muss verschiedenste Temperaturen, Wasser und Belastungen aushalten, und das über lange Zeiträume. Die von KHS als Nature MultiPack angebotene Technologie soll bei einem großen Pack mit 2 x 3 PET-Flaschen oder einem entsprechenden Dosen-Pack im gleichen Kostenbereich liegen wie bedruckte Schrumpffolienverpackungen.

