Vilsas Abfüllanlagen laufen auf Hochtouren, der Absatz entwickelt sich besser als der Markt. Doch wegen eines technischen Defekts ist eine PET-Abfüllanlage ausgefallen. A-Marken mussten gestrichen werden.
Jüngst informierte der niedersächsische Mineralbrunnen Vilsa seine Kunden, dass am Standort Bruchhausen-Vilsen eine PET-Abfüllanlage ausgefallen ist. Auf Hochtouren versuchte man, den technischen Defekt zu beheben und den Schaden gering zu halten. Doch der war bereits angerichtet: Henning Rodekohr und sein Vertriebs-Gf Hans-Dietrich Kühl kündigten an, für die nächsten Wochen 14 Artikel aus dem Sortiment zu nehmen – um die Lieferfähigkeit der wichtigsten Mineralwasser-Artikel zu gewährleisten, heißt es in dem Schreiben an die Kunden, das INSIDE vorliegt.
Die durch den technischen Defekt ausgelösten fehlenden Produktionskapazitäten hätten auch dazu geführt, dass die Lieferfähigkeit vorübergehend eingeschränkt war – konkret bei Süßgetränken in der 0,5 l MW-PET-Flasche und der Marke Deit in der 1 l PET-Mehrweg-Flasche, die Vilsa in Lizenz abfüllt. Neben Deit (Tropische Früchte, Cola Mix) wurden auch die Bio-Wässer der Hauptmarke Vilsa (Classic, Medium, Naturelle, Leichtperlig), die Saftschorlenmarke H2 Obst (Apfel-Kirsche, Apfel-Waldbeere), Wasserhelden (Classic, Medium, Naturell) und Mineau Classic zeitweise nicht abgefüllt.
INSIDERN zufolge wurde der technische Defekt bereits in der vergangenen Woche und innerhalb weniger Tage behoben. Kunden seien zwar angefressen gewesen, der große Absatzknick aber wurde abgewendet. Vilsa kam 2024 laut INSIDE-Mineralbrunnen-Hitliste auf einen Gesamtabsatz von 533 Mio Liter (+9%). Die A-Marken (darunter auch Deit, H2 Obst, Wasserhelden und Vilsa) legten um 9,6% auf 433 Mio Liter zu. 2025 legt Vilsa INSIDERN zufolge nochmal zweistellig zu.
