Neun Monate nach seinem Abschied bei der Für Sie ist Walter Steffens wieder da – als Mit-Gf einer vorerst in Freiburg tätigen Kreislaufverbund Mehrweg GmbH. Die Non-Profit-Tocher von Reusable To-Go soll beim Handling von Mehrweg-Geschirr endlich Effizienzen heben.
Das Konzept wurde vor zwei Jahren im Pilotprojekt Mehrweg.Model.Stadt in den Städten Wiesbaden und Mainz getestet, seinerzeit schon unter Regie von Reusable To-Go. Nach entsprechenden Gerichtsurteilen, die es Kommunen generell erlauben, Pfand auf Einwegbecher, -Teller und -Besteck zu erheben, gewinnt die Sache langsam Fahrt – auch wenn Bayern unlängst einem Gesetzesentwurf zugestimmt hat, der Städten und Gemeinden ab Januar 2026 verbietet, eigene Einweg-Verpackungssteuern einzuführen.
Unter Gf Frank Maßen hatte Reusable To-Go erste Konzepte in den Reality-Check gebracht, wie sich gebrauchtes Mehrweggeschirr in Spülzentren und wieder zur To-Go-Gastwirtschaft zurückbringen lässt. Vieles ist noch ungeklärt, etwa inwieweit der GFGH von der Mehrweglogistik profitieren kann. Bislang organisiert der Freiburger Mehrwegverbund den gesamten Mehrwegkreislauf; seit November sind 16 Betriebsstätten mit rund rund 1.000 Mehrwegbecher an Bord. Ab 1. Januar ist der Rollout geplant. Im Rahmen eines Förderprojektes trägt die Stadt einen Großteil der Kosten, die auf die Betriebe zukommen.
Die Hauptaufgabe von Ex-Für Sie-Vorstand Steffens, jetzt Co-Gf neben Rudolf Behrens, dürfte es sein, die verschiedenen Player zu koordinieren und Know-how der Getränke-Mehrwegwelt in die neuen Gastro-Kreisläufe miteinfließen zu lassen. Der GFGH-Bundesverband unterstützt die neue Gesellschaft. Vorstand Dirk Reinsberg: „Entscheidend ist, bestehende Infrastrukturen weiterzuentwickeln, statt neue Insellösungen zu schaffen.”

